Julius Baumann bleibt sich treu

Julius Baumann bleibt sich treu

Ein Theaterprojekt erinnert an den jüdischen Kickers-Schiedsrichter

Von Schauspieler und Theaterpädagoge Manoel Tavares angeleitet, haben Schüler*innen des Berufskollegs der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule seit Dezember 2018 dieses Stück erarbeitet. Im Mittelpunkt steht das Schicksal des jüdischen Stuttgarters Julius Baumann. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Eberhardstraße 35. Baumann war in den 20er und frühen 30er Jahren als Fußball-Schiedsrichter Mitglied der Stuttgarter Kickers. Er hat sich, als die Ausgrenzung der jüdischen Bürger zunahm, couragiert und leidenschaftlich vor allem für die Kinder der Stuttgarter jüdischen Gemeinde engagiert. Das Theaterstück geht jedoch über sein Schicksal hinaus und thematisiert die Mechanismen von Abwertung und Ausgrenzung im historischen Kontext und aktuell in unserer Gesellschaft.

Als kurze Performance wurde das Stück erstmals bei einer Ausstellungseröffnung im Januar 2019 aufgeführt und danach kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zweite Aufführung fand im Rahmen einer Gedenkveranstaltung für Julius Baumann am 28. Mai 2019 statt. Bis zum Sommer noch einmal überarbeitet und weiterentwickelt, wurde das Stück zu Beginn einer Präventionswoche an der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule am 22. Juli 2019 in der Aula der Schule zum dritten Mal aufgeführt.

An Julius Baumannn erinnert ein Stolperstein in der Eberhardstraße 35 in Stuttgart-Mitte. Mehr zur Geschichte von Julius Baumann finden Sie hier.

 

 

Bilder von der Aufführung am 22. Juli 2019:

 

 

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